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Skitouren Georgien

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Mit Skiern nach Georgien – warum auch nicht 😉 Für uns gings in die Region um den Kazbek an der russischen Grenze.

Nach einem unkomplizierten Flug über Istanbul nach Tiflis heißt es ankommen in einem faszinierenden Land voller Gegensätze: Wohlstand trifft auf Armut, Neubau auf Verfallenes und Straßenbauverwöhnter Europäer auf die alte georgische Militärstraße. Über die sind wir noch am gleichen Abend mit dem Lenkrad rechts im Rechtsverkehr (Richtig da stimmt was nicht) mit unserem japanischen Import Geschoss in nochmal ca. 4 Stunden nach Stefanzminda, ehemals Kazbegi gefahren. Nachdem die alte georgische Militärstraße die einzige Verbindung ins Nachbarland Russland ist, rollt neben uralten Ladas auch eine Menge Fernverkehr über die teils dezent baufällige Straße über den Kreuzpass. Reifengroße Schlaglöcher, Löcher in Brücken oder scheinbar Schweröl im Tank stören nicht, nur vom Dreck verdeckte Scheinwerfer – da hält einen die allseits präsente Polizei an. Die fährt übrigens überall mit Blaulicht hin und steht alle paar hundert Meter parat.

In Stefanzminda erwartet uns im ROOMS HOTEL bester Service, angenehme Zimmer und ein Wellness-Bereich mit Blick auf den Kazbek – gut hier kann ich bleiben 😉

Die nächsten Tage verbringen wir mit Skitouren rund um Gudauri. Gudauri ist das größte Skigebiet Georgiens mit teils in scheinbar wirrer Anordnung gebauter Lifte. Die kleinen Holzschranken zum Beschränken von z.B. 4 Leuten bei eine, 4er Sessel, wurden meist kurzerhand abgesägt – die Polizei ist ja eh überall zum aufpassen. So kann es passieren das man auf einmal unvermittelt einen kleinen Georgier unter sich im Lift hat..

Allein schon aus dem Skigebiet bieten sich eine Fülle von Möglichkeiten. Die Tageskarte für 17,- erleichtert die Entscheidung aus dem Gebiet was zu machen. Häufig kann man seitlich in eines der Täler abfahren und dann per Anhalter oder einem der vielen Taxis zurück ins Gebiet fahren.

Lohnende Touren sind auch noch: Das Lomisi Kloster unterhalb von Gudauri und der Deda Ena am Kreuzpass. Vor allem das Lomisi Kloster überraschte uns mit 3 lustigen Mönchen, bestens gelaunt mitten im Nirgendwo auf eine Kirche aufpassen und sich im Winer offensichtlich über jeden Besuch freuen. Nachdem wir in ebendieser Kirche mit der symbolischen (aber trotzdem sauschweren) Kette des Prometheus um den Mittelpfeiler gelaufen sind um unsere Sünden loszuwerden, haben uns die Mönche auch wieder gehen lassen 😉

Nach 6 Tagen um Gudauri ging es wieder zurück nach Tiflis um noch einen Tag in der Stadt zu genießen. Genießen ist in Tiflis eigentlich einfach – unbedingt zu empfehlen ist eine geführte Tour durch die Stadt. Immer wenn man geneigt ist zu glauben die Stadt hätte nichts mehr zu bieten, wartet die nächste positive Überraschung um die Ecke. Eine der wenigen Städte in die ein Landei wie ich, jederzeit wieder gerne fahren würde.

Nach einer letzten Nacht mit eher wenig Schlaf ging es um 3 in der früh zum Flughafen und wieder heim über Istanbul. Für die Übernachtung in Tiflis lässt sich übrigens das Fabrikat Hostel empfehlen – eine ehemalige sowjetische Näherei die zu einem Hostel umgebaut wurde.

Alles in allem definitiv eine Reise wert und für uns sicher nicht das letzte mal 😉

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